Worüber ich heute traurig war...

Hier darf gechattet, gewitzelt, gelabert werden.

Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon rubens_feeder » Dienstag, 5. Januar 2016, 17.15

Ich leide darunter, in welchen Kinderschuhen, oder sagen wir mal, schrecklichen ätzenden Zustand die Dickenazeptanz ist, was für ein Underground-Phenomen das immer noch ist, nach all diesen Jahren. Und wie schwierig es ist, Leute zu finden, die dicksind und ein gutes Selbstwertgefühl haben, was klar ist, weil nicht alle so überzeugt davon sind, so mit einer Mission besattelt wurde wie ich, von der ich eh nicht abweichen kann, aber eben, hin udn wieder unglaublich einsam bin. Als jemand er Fett über alles liebt und schätzt, treffe ich leider immer wieder Leute, die noch dagegen ankämpfen, irgendwo immer noch diese Manipulation, diese Gehirnwäsche vonaussen glauben, dass es abscheulich und unattraktiv sein soll. Was für ein schrecklicher Irrglaube, der von den Medien verbreitet und von so vielen nachgeplappert wird, ohne selber je darüber zu reflektieren.

Ich frage mich manchmal, und dnan werde ich extrem deprimiert, ob in meiner Lebenszeit sich da noch was bewegt. Mein Einfluss ist leider extrem klein, obwohl ich mich sehr bemühe konnte ich bisher nicht viel bewirken in der Richtung. Ich kann aber nicht arfgeben, ich darf nicht, ich bin "a man on a mission", das fühle ich jeden Tag, jede Stunde meines bisherigen Lebens. Aufgeben ist keine Option, egal was.

Aber eben, dann mache ich mir Sorgen und frage mich, ob ich hier etwa nachrenne, das nicht mehr passieren wird. Dass es zu lange gehen wird. Also Futurologe kann ich nämlich sehen, dass Dicksein irgendwann mal Mainstream werden wird, so wie z.B. Gayness heute als normal akzeptiert ist. Dass in der (fernen?) Zukunft es schick sein kann, dick zu sien, und mal jemand sagt "ach, ich will mal dick sein, das will ich mal ausprobieren, hab gehört das sei noch toll"
Und es statt Fitness auch Fettness gibt und Fettphobie, Schlankheitswahn eine Sache der Vergangenheit ist. Und die Medizin wege findet, Studien durchführt und Medikamente existieren, die einem das Dicksein ohne irgendwelche Gesundheitseinbussen ermöglicht.
Aber die Gesellschaft bewegt sich so in einem Schneckentempo, dass das noch locker 50, 100 oder mehr Jahre hinziehen könnte.

Dies auch dem folgend, dass viele Dinge die wir heute als Hobby oder Leidenschaft pflegen vor 100 oder mehr Jahre als total krank oder verrückt angeschaut worden wäre. Dass wir z.B. heute Walking betreiben, zum Spass. Da gibt es ja eine tolles Zitat aus Back to the Future III, wo Doc einem Cowboy das erzählt und der Cowboy sich halb totlacht und sagt "Spassig? Was soll denn daran spassig sein durch die Gegend laufen zu müssen?"
und auch klar, damals in 1880 oder so war jeden Tag kilometerweites durch die Gegen Latschen angesagt, für alle die kein Pferd hatten (und das waren wohl fast alle) und das war ja keine Wahl.

Ich kann auch gut nachempfinden was die Autorin wegen verlieren von Menschen sagt: Mir geht es gleich. Für mich sind Menschen das ein und alles, ich gehe zu Grunde ohne sie. Ich erlebe auch die ganze Welt, die Menschheit, das Verstehen, was es bedeutet Mensch zu sein durch andere, da ich extrovertiert bin. Und ich bin jemand, der mir den Arsch aufreisst, Kontakte aufzubauen, für mich ist Freundschaft, vorallem Langzeitfreundschaften etwas extrem wertvolles, tiefe persönliche Beziehungen noch viel mehr und ich mache regelmässig das unmögliche möglich dafür, nur um eben immer wieder zu erleben, dass mir Menschen und Freunde wichtiger sind, als ich ihnen. Dass Leute Kontakt abbrechen und einem nur mit (jetzt traurigen und nostalgischen) Erinnerungen zurücklassen. Für viele Menschen seinen Beziehungen Massenware zu sein, "man trifft ja immer wieder neue Leuten, von denen gibt es wie Sand am Meer" scheint das Motto zu sein. Oder "Beziehungen muss man regelmässig austauschen, so wie Unterwäsche", so kommt mir das vor; Und das sehe ich eben ganz anders, für mich werden die immer besser, weil man eben zusammen durchs Leben geht. Wir sind alle Zeitgenossen, wir leben in dieser Zeit und irgendwann wird nur noch Staub übrig sein von uns, nur noch ferne Geschichten für später lebende Leute und deshal ist es so wichtig, dass wir das zählen lassen, was wirklich zählt und das sind Menschen: Alles andere ist eh nur Dekoration.
Für mich sind Menschen total nicht austauschbar, hinten und vorne und ich spüre noch jeden verlust, erinnere mich noch an jede aussergewöhnliche Person die ich je getroffen habe und wünschte mich, ich könnte sie noch besser kennenlernen, nur eben, in diesen Fällen ist das nicht möglich. Es ist, als ob diese Menschen gestorben sind, einem weggerissen und auf immer verloren.
Irgendwann werde ich das wohl verstehen und ich bin auch jemand der Mühe hat loszulassen. vielleicht sehe ich das ja auch falsch und ich sollte mehr dankbar sein, für die schöne Zeit die ich hatte. Aber es macht halt Angst, zu wissen, dass auch alle Leute die ich im Moment liebe und schätze verschwinden werden, gehen werden, irgenwann weg sind. Im Buddismus gibt es ja diese Philosophie des "non attachments", also sich nicht an etwas heften oder festhalten wollen, weil alles vergänglich ist und alles nur temporär ist, wie sie sagen. Aber ich kann daraus einfach keine Lebensphilosophie ableiten, ich halte gerne fest, an Dingen die ich liebe. Irgendwie kann man doch nur Dinge einfach fliegen lassen, dass man sie einfach gehen lässt oder sogar einfach weggibt, wenn man sie nicht wirklich schätzt oder mag. Ich meine, wer findet die Liebe seines Lebens nur um dann sie einfach wieder zu verlassen, als ob nichts wäre?
Ich möchte mich für die vielen Fehler entschuldigen, die hier drin sind, irgendwie funktioniert die Rechtschreibekorrektur nicht.
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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon rubens_feeder » Dienstag, 5. Januar 2016, 17.25

Ines hat geschrieben:Ich bin traurig, weil Streitereien zwischen zwei Menschen anscheinend auch unter Anwendung der größten Diplomatie, dem höchsten Maße an Empathie, Geduld und Verständnis offenbar nicht vermieden werden können, wenn der Andere einfach auf Krawall gebürstet ist :cry:


Ich verstehe hinten undvorne nicht, warum Menschen immer kämpfen müssen, immer den Konflikt suchen. Und es die gleiche Energie ist, dieser endlose Streit, der den Krieg verursacht, wo sich Menschen dann gegenseitig umbringen.
Ich habe recht, du hast unrecht. Das scheint mir die Quelle jedes Konfliktes zu sein. Ein schwaches Ego, das ich angegriffen fühlt, durch eine andere Ideologie, ein anderer Glauben.
Und egal wie klein die Differenzen sind (Sunis und Schiiten in Irak und überall, Katholiken und Protestanten (in Irland), man sucht und findet Wege, diese so zu vergrössern, dass es wert wird, sich gegenseitig das Leben zu nehmen. Und irgendwie denkt da jeder, er verteidige sich nur, obwohl er angreifft. Da ist jedes Verteidigungsministerium ein Euphemismus, früher hiess es noch ehrlicher: Kriegsministerium.

Wir könnten ein Himel auf Erden haben, stattdessen machen diese Streithähne daraus eine Hölle auf Erden. Und wie man am Beispiel Syrien sieht, braucht es nur eine Person mit viel Macht um viele die da gar nicht mitspielen wollen in Tod und Verderben zu ziehen.
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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Gemellus » Mittwoch, 6. Januar 2016, 17.16

Ich bin traurig darüber, dass die Tochter einer Bekannten ihren Hamster vernachlässigt. Wenn die Mutter ihn nicht füttert, würde er nix bekommen. Warum schaffen sich Menschen erst Tiere an, wenn sie sie sich nicht darum kümmern mögen???? (und nein, die Tochter ist kein Kind mehr, sondern Ü. 20)

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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Allegro1300 » Mittwoch, 6. Januar 2016, 17.26

Gemellus hat geschrieben:Ich bin traurig darüber, dass die Tochter einer Bekannten ihren Hamster vernachlässigt. Wenn die Mutter ihn nicht füttert, würde er nix bekommen. Warum schaffen sich Menschen erst Tiere an, wenn sie sie sich nicht darum kümmern mögen???? (und nein, die Tochter ist kein Kind mehr, sondern Ü. 20)

liebe Grüße Gemellus



Hamster leben im besten Falle nur drei Jahre, wieso wird der arme Kerl für die kurze Zeit, die ihm bleibt, nicht verwöhnt?
Ich schaff mir doch kein Tier an, um es zu vernachlässigen?
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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Ines » Donnerstag, 7. Januar 2016, 2.25

Allegro1300 hat geschrieben:Ich schaff mir doch kein Tier an, um es zu vernachlässigen?


Sollte man meinen...aber dem "Oh...ist der/die/das niiiiedlich!" folgt schnell ein "Oh...der/die/das macht ja auch Arbeit!".
Da erdreistet sich das Meerschweinchen doch glatt zu stinken, wenn man den Käfig nicht saubermacht, der kleine Welpe ist unverschämter Weise nach Abholung nicht sofort stubenrein und muss bei dem Wetter auch noch raus (die ersten Weihnachtsgeschenke sitzen bereits schon wieder im Tierheim) und der Hamster will doch allen Ernstes täglich Futter haben...

Die Liste des Elends ist beliebig fortsetzbar. Da werden Meerschweinchen bei Minustemperaturen auf dem Balkon gehalten und erfrieren jämmerlich, da wird ein Husky wegen der schönen blauen Augen angeschafft und dann nur ohne Beschäftigung im Zwinger gehalten und Wellensittiche (Schwarmvögel und Langstreckenflieger) in dem Käfig von der Größe zweier Schuhkartons mit einem Spiegel als Gefährten eingesperrt...ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele Tiere wegen der Dummheit, Faulheit, Ignoranz, Gedankenlosigkeit und Brutalität von Menschen leiden müssen.
:-(
Alle sagten es geht nicht. Da kam einer, der wusste das nicht. Und es ging...

Das Leben ist so aufregend, dass man kaum Zeit für etwas anderes findet.

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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Allegro1300 » Donnerstag, 7. Januar 2016, 16.23

@ Ines:

Meinem Hund geht's prima im Moment. Liegt gerade faul in der Ecke und schnarcht. Vorhin wollte ich ne Runde mit ihr drehen - wir gehen vor die Tür, es regnet, Hund sperrt sich. Also nur kurz ums Eck, pieseln gehen und hottiflotti wieder rein ins Warme, den Hund im Handtuch trockengerubbelt und sie schlafen gelassen, denn das war das Einzige, was ihr bei dem Wetter kommod ist, und nun schnurchelt sie friedlich :D
Die Sache ist, wir haben das Tierchen seit knapp drei Jahren, sie war noch klein, als sie zu uns kam, und uns war von vornherein klar, daß ein junger Hund nicht nur Friedefreudeeierkuchen ist, sondern auch Arbeit macht, weil halt mal irgendwo in die Bude gestrullt oder in eine Ecke geschissen wird. Na und? Erstens kann man's wegmachen und zweitens sind Hunde gelehrig: man kann ihnen das Stubenreinsein beibringen :) War wenigstens bei unserem Wuffi so.

Um die Bedürfnisse eines Haustiers muß sich jeder Haustierhalterseinwoller im Klaren sein. Meerschweinchen sind zugluftempfindlich und mögen als Bewohner tropischer Regionen keine kalten Temperaturen, man darf sie aber auch nicht neben einem Heizkörper wohnen lassen. Auch ist es für sie ungeheuer wichtig, genug Bewegung zu kriegen, weshalb ein Käfig kein ausreichendes Refugium ist. Ein großes Gehege wär schon sinniger, zumal Meerschweinchen auch gesellige Tiere sind und gern Artgenossen um sich haben, bzw. mit Artgenossen zusammen gehalten werden sollten. Auf keinen Fall Kaninchen und Meerschweinchen zusammen halten. Sind zwar beides Nager, aber sie verstehen sich nicht, da könnte es zu für die Meeries gefährlichen Holzereien kommen.

Hamster sind nachtaktiv und daher nicht als Haustier für Kinder geeignet.

Da fragt man sich immer wieder, wieso die Leute so gedankenlos sind und sich im Vorfeld keine Gedanken um die Bedürfnisse eines Haustiers machen.
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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Gemellus » Donnerstag, 7. Januar 2016, 17.18

Ines hat Recht, es gibt eben so viele gedankenlose Menschen, für die Tiere Sachen sind und keine Lebewesen. Wenn eine "Sache" kaputtgeht, wird halt eine neue geholt.
Ines hat geschrieben:..ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele Tiere wegen der Dummheit, Faulheit, Ignoranz, Gedankenlosigkeit und Brutalität von Menschen leiden müssen.

ja geht mir auch so, :(

wenn ich das Mädel mal wieder zufällig treffe, werde ich sie ansprechen. Vielleicht kann ich sie dazu überreden, mir den Hamster zu überlassen. Dann hätte er zumindest noch 2 ruhige Jahre, so alt werden diese Tierchen ja nicht.

liebe Grüße Gemellus
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Re: Worüber ich heute traurig war...

Beitragvon Ines » Samstag, 20. Februar 2016, 8.38

Das hat mich heute traurig gemacht...und erschüttert:

http://www.peta.org/blog/baby-dolphin-d ... r-selfies/

Ein Delphinbaby musste sterben, weil Touristen selfiegeil waren und das Tier außerhalb des Wassers rumreichten, wie eine Trophäe - für ein Foto.
Es ist bekannt, dass Delphine hochentwickelt sind, sich selbst erkennen können und trauern.

Wenn ich an die Delphinmutter und das Baby denke, schäme ich mich, dieser ignoranten, verblödeten und grausamen Spezies Mensch anzugehören.
Alle sagten es geht nicht. Da kam einer, der wusste das nicht. Und es ging...

Das Leben ist so aufregend, dass man kaum Zeit für etwas anderes findet.

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