Veganes Sendungsbewusstsein

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Veganes Sendungsbewusstsein

Beitragvon Madam Rosmerta » Sonntag, 25. Januar 2015, 19.53

Danke für das Kompliment.
Ich finde eher extrem wieviel Fleischesser so verdrängen wollen . . ist ja kein Geheimnis wie sich Schmerz und Leid anfühlt.
Viele liebe Grüße von Madam Rosmerta :)
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Kurvenfan » Sonntag, 25. Januar 2015, 20.08

Madam Rosmerta hat geschrieben:Danke für das Kompliment.
Ich finde eher extrem wieviel Fleischesser so verdrängen wollen . . ist ja kein Geheimnis wie sich Schmerz und Leid anfühlt.


Das fügen uns und diesem Planeten aber alle Menschen zu. Nicht nur die Fleischesser. ;) Wer meint das so verdrängen zu können hat nur eine höhere Ebene der Ausreden erreicht. Ich nehme unsere menschliche Art so hin, weil ich weiß, dass man sie nicht ändern kann...
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Madam Rosmerta » Sonntag, 25. Januar 2015, 21.40

Du machst doch selbst mit.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Kurvenfan » Montag, 26. Januar 2015, 7.31

Richtig, weil ich mein Gewissen nicht reinigen muss. Nenn es vielleicht eine Art von Resignation gepaart mit Bequemlichkeit. Da lasse ich mich gerne drauf ein. Wenn dieser Planet schon vor die Hunde geht, dann will ich wenigstens was davon haben. Ich muss mich nicht als letzter hinstellen um so tun zu wollen ich hätte mit all dem nichts zu tun gehabt. Daher kann ich mein Steak auch ohne Reue genießen und wenn andere meinen es würde mich umbringen, kann ich kontern, dass ich sonst keine Laster habe. ^^ Wenn es nur das Essen und der PC ist, dann sei es mir verziehn. :mrgreen:
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Mathilda » Montag, 26. Januar 2015, 9.27

Das aggressive Sendungsbewusstsein von Leuten, die Fleischesser kritisieren, ist unglaubwürdig und seinerseits zu pauschalisierend.
Wenn der letzte Kronleuchter verschandelt, die letzte Lavalampe erstarrt ist, werdet Ihr feststellen, dass man mit Energiesparfunzeln nicht anständig Licht machen kann.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon rund » Montag, 26. Januar 2015, 12.53

Vegetarier und/oder Veganer sollen doch einfach so leben wie sie wollen. Ich habe kein Problem damit wenn jemand kein Fleisch essen will. Doch was mir unglaublich auf den Senkel geht ist diese dauernde Predigerei.

Der Mensch ist halt einfach ein Mischkostesser, wie das Schwein oder der Bär zum Beispiel.
Das Gebiss und auch die Darmlänge beweist dies ganz klar. Darum kann es bei einer strikten veganer und/oder einseitiger Ernährungsweise zu Nährstoffdefiziten in Hinblick auf Mineralstoffe wie Jod, Calcium, Eisen bzw. Vitaminen wie Vit. B12 und D kommen. Der Erwachsene ist davon in der Regel nicht so stark betroffen (der Erwachsene verfügt über Vit. B12- Speicher) und kann Mangelerscheinungen durch geschickte Auswahl der Nahrungsmittel sowie ggf. durch Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel vermeiden.

Natürlich kann man so heute Fleisch durchaus vom Speiseplan streichen denn der durchschnittliche Steinzeitmensch konnte weder Quark noch Tofu oder Käse konsumieren, also hätte er wohl Probleme mit der Proteinzufuhr ohne Fleisch.

Trotzdem ich kann diese Diskussion nicht mehr hören denn es geht nicht um gesund oder ungesund es geht heute um Ethik. Die Ethik versucht systematisch allgemeine Massstäbe zu setzen.
Also die Frage ist: wollen wir auf Fleisch verzichten oder eben nicht. Diese Frage soll sich doch bitte jeder selbst beantworten und dann sein Leben so Leben wie er will.

Ich persönlich mag ein gutes Stück Fleich von Zeit zu Zeit. Nicht jeden Tag, das muss nicht sein. Dabei achte ich eher auf die Herkunft. Ich finde es ethischer auf die Aufzucht und den Schlachtvorgang zu achten (lokaler Bauer als Lieferant).

Noch ein pikantes Detail, hohe Intelligenz zeichnet im Tierreich grundsätzlich eher Carnivoren aus.
Die hohe Intelligenz kommt natürlich nicht vom Fleischverzehr das ist klar, sondern durch die Notwendigkeit ausgefeilter Jagdtechniken. Um Gras zu essen, braucht es keine große Gehirnleistung... jaaa, ich weiss, zum an der Fleischtheke einzukaufen auch nicht…

Trotzdem ich selbst mag ein gutes Stück Fleisch von Zeit zu Zeit, ist es nötig? Nein.
So sind aber viele Dinge die wir tun nicht mehr Nötig in unserer westlichen Zivilisation.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Madam Rosmerta » Montag, 26. Januar 2015, 13.03

Ich fühle mich von Leuten, die es in Kauf nehmen, wie grausam und barbarisch massenweise fühlende Wesen behandelt werden, nur damit sie selbst ihre Geschmacksknospen befriedigen können auf diesem Gebiet nicht kritisierbar. Ihr seid die, die Leid verursachen. Ich nicht. Bewusst nicht. Ich verzichte auf tierische Produkte, weil ich nicht Schuld sein will.

Vegetarier und/oder Veganer sollen doch einfach so leben wie sie wollen. Ich habe kein Problem damit wenn jemand kein Fleisch essen will. Doch was mir unglaublich auf den Senkel geht ist diese dauernde Predigerei.
Warum solltest Du denn auch ein Problem damit haben, wenn jemand etwas unterlässt? Diese Argumentation ist echt nicht sehr logisch.


Ich hingegen habe sehr wohl ein Problem damit, welche grauenerregenden Zustände völlig legal für fühlende Individuen gelten und wie egal es den Menschen ist, ob das Kotelett lebend ins Brühwasser kam, mit gebrochenen Beinen vom Transporter elektrisiert wurde oder als eingepferchte Muttersau dutzende Ferkel geboren hat, die sie aus einer Abferkelbucht gesäugt hat. Wer so etwas in Kauf nimmt, ist für mich äußerst kritikabel. Es ist mir völlig egal, was jemand isst. Es ist mir nicht egal, welche Haltungsbedingungen gelten. Die Predigerei müsste nicht stattfinden, wenn die Lebensbedingungen der Tiere nicht so fürchterlich wären.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Kurvenfan » Montag, 26. Januar 2015, 15.36

Madam Rosmerta hat geschrieben:Ich fühle mich von Leuten, die es in Kauf nehmen, wie grausam und barbarisch massenweise fühlende Wesen behandelt werden, nur damit sie selbst ihre Geschmacksknospen befriedigen können auf diesem Gebiet nicht kritisierbar. Ihr seid die, die Leid verursachen. Ich nicht. Bewusst nicht. Ich verzichte auf tierische Produkte, weil ich nicht Schuld sein will.

Vegetarier und/oder Veganer sollen doch einfach so leben wie sie wollen. Ich habe kein Problem damit wenn jemand kein Fleisch essen will. Doch was mir unglaublich auf den Senkel geht ist diese dauernde Predigerei.
Warum solltest Du denn auch ein Problem damit haben, wenn jemand etwas unterlässt? Diese Argumentation ist echt nicht sehr logisch.


Ich hingegen habe sehr wohl ein Problem damit, welche grauenerregenden Zustände völlig legal für fühlende Individuen gelten und wie egal es den Menschen ist, ob das Kotelett lebend ins Brühwasser kam, mit gebrochenen Beinen vom Transporter elektrisiert wurde oder als eingepferchte Muttersau dutzende Ferkel geboren hat, die sie aus einer Abferkelbucht gesäugt hat. Wer so etwas in Kauf nimmt, ist für mich äußerst kritikabel. Es ist mir völlig egal, was jemand isst. Es ist mir nicht egal, welche Haltungsbedingungen gelten. Die Predigerei müsste nicht stattfinden, wenn die Lebensbedingungen der Tiere nicht so fürchterlich wären.


Aber du verbrauchst Strom, du nutzt Erdöl und du sorgst mit dem Transfer deiner "Veganen" Nahrung ebenso für Industrialisierung und Umweltverschmutzung wie wir alle. Der Teil der Tierzucht hingegen ist mir in so fern zwar nicht egal aber ich sehe diese Tiere als das an, was sie für uns sind: "Nutztiere". Der Begriff kommt ja nicht von ungefähr und man kann darüber reden wie die Zustände in solchen Betrieben sein sollte. Wenn man das wollte, dann würde man sich an einer konstruktiven Diskussion beteiligen und nicht den Verzer von Fleisch einstellen und sich außen hinstellen und den moralischen Zeigefinger heben und gleich in Ohnmacht fallen wenn ein Schwein geschlachtet wird.
Für mich sind Veganer keine besseren Menschen als alle anderen auch, denn indem man zu sieht und jammert macht man sich moralisch erstmal kein Stück besser... Dann müsstest du doch mit deiner Kaufkraf die Betriebe stärken, die deinen Ansprüchen genügen um zu signalisieren, dass das was sie machen richtig und gut ist. Bewegen kann man solche Industrienen nur mit "Käufern" nicht mit Moralaposteln...
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon rund » Montag, 26. Januar 2015, 15.46

Ich hingegen habe sehr wohl ein Problem damit, welche grauenerregenden Zustände völlig legal für fühlende Individuen gelten und wie egal es den Menschen ist, ob das Kotelett lebend ins Brühwasser kam, mit gebrochenen Beinen vom Transporter elektrisiert wurde oder als eingepferchte Muttersau dutzende Ferkel geboren hat, die sie aus einer Abferkelbucht gesäugt hat. Wer so etwas in Kauf nimmt, ist für mich äußerst kritikabel. Es ist mir völlig egal, was jemand isst. Es ist mir nicht egal, welche Haltungsbedingungen gelten. Die Predigerei müsste nicht stattfinden, wenn die Lebensbedingungen der Tiere nicht so fürchterlich wären.


Ja dann sind wir ja gar nicht so weit weg von einander. Ich esse gerne Fleisch am liebsten Wild, das wird bei uns in den Wäldern und dem Gebirge gejagt. Es hat frei gelebt und wurde nicht unter Stress transportiert und geschlachtet.
Ich kaufe mein Fleisch lokal beim Bauern in der Regel. Ist etwas teurer doch ich kann es mir leisten.
Ich finde Massentierhaltung skandalös, ich finde die Lederherstellung skandalös aber ich kann es einem Arbeiter, der in Bangladesh 40 Cents in der Stunde verdient nicht verübeln wenn er sich selber näher ist als dem Tier welches er gerade grauenvoll umbringt... Ich verzichte dafür aber weitestgehend auf Leder da nicht nur das Tier leiden musste sondern auch das Kind was das Leder gegerbt hat.
Die Welt ist so am Allerwertesten... kaufe lokal, somit wird Energie gespart, die Ware ist frisch und ich kann mir die Hofhaltung der Tiere begutachten.

Wenn ich dich richtig verstehe bist du Veganer aus rein ethischen Gründen. Die ethische Komponente verabscheut das Töten von Tieren und beschäftigt sich eingehend mit dem Verhältnis von Tier und Mensch. Seit den 70iger Jahren gibt es verstärkte Diskussionen über den Status von Tieren in unserer Gesellschaft. EthikerInnen versuchen für die Tiere die gleichen moralisch-ethischen Grundrechte einzuklagen wie für Menschen. Hier wird besonders die Leidensfähigkeit von Tieren, hervorgerufen durch Angst und Schmerz anerkannt.
Doch diese Ethische Anschauung ist nur in unserer industrialisierten und „reichen“ Welt nachvollziehbar. Nur reiche und glückliche „fette“ Menschen kümmern sich aus ethischer Sicht darum wie es wohl dem Tier geht / ging welches auf dem Teller liegt. Menschen die nichts zu verlieren haben, die jeden Tag um die Nahrung kämpfen denen ist es nun wirklich egal ob das Tier gerade leidet an welchem gerade das Bein lebendig abgeschnitten wurde, lebendig deshalb damit der Rest nicht so schnell verdirbt so ohne Kühlschrank.
Vegan ist ein Lebensstil den man sich leisten können muss. Wie auch sonstige gesunde Ernährung.

Mach was du willst, doch wir Menschen sind genau so Teil der Natur. Wenn ich ein Tier töte und es esse ist es genauso natürlich wie wenn es meine Katze macht. Nur die Art und Weise wie es gelebt hat bevor es starb kann meiner Meinung debatiert werden. Aber nur hier bei uns. Bevor ich jedoch den veganen Lebensstil berücksichtige schaue ich dass für meine billigen RENO Schuhe kein kleines Kind arbeiten musste.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Loveroffatties » Montag, 26. Januar 2015, 21.26

Müssen wir jetzt eigentlich überall über Veganismus diskutieren??? Das hat doch nichts damit zu tun, wie einen die Wohlbeleibtheit behindert?

Ich bitte darum, hier wieder zum Thema zurückzukommen und die Diskussion an geeigneter Stelle weiterzuführen.
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Madam Rosmerta » Montag, 26. Januar 2015, 22.13

Abtrennen wäre hier das Mittel der Wahl.
Das geht ganz leicht, und ab meinem Beitrag (Antwort auf Stuffedbellylover) könnte alles hier raus und als neuer Thread an geeignete Stelle verschoben werden.

Vielleicht könnte das ein Mod machen, bitte - das wäre doch das Beste.
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Veganes Sendungsbewusstsein

Beitragvon Mathilda » Mittwoch, 28. Januar 2015, 13.51

Madam Rosmerta hat geschrieben:Abtrennen wäre hier das Mittel der Wahl.
Das geht ganz leicht, und ab meinem Beitrag (Antwort auf Stuffedbellylover) könnte alles hier raus und als neuer Thread an geeignete Stelle verschoben werden.

Vielleicht könnte das ein Mod machen, bitte - das wäre doch das Beste.



Das Mittel der Wahl wäre, wie LoF schon schrieb, etwas mehr Respekt vor dem Forum und seinen Usern zu zeigen und nicht andere Stränge damit vollzuspammen. Es gibt hier deutlich passendere Kategorien und es gibt bereits Stränge über Veganismus und andere Religionen.
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Re: Veganes Sendungsbewusstsein

Beitragvon Madam Rosmerta » Mittwoch, 28. Januar 2015, 19.16

Danke fürs Abtrennen :lol:
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Re: Wie sehr behindert Euch Eure Wohlbeleibtheit ?

Beitragvon Madam Rosmerta » Donnerstag, 29. Januar 2015, 9.55

Kurvenfan hat geschrieben:Aber du verbrauchst Strom, du nutzt Erdöl und du sorgst mit dem Transfer deiner "Veganen" Nahrung ebenso für Industrialisierung und Umweltverschmutzung wie wir alle.

Alles explizit möglichst nachhaltig und sparsam.

Der Teil der Tierzucht hingegen ist mir in so fern zwar nicht egal aber ich sehe diese Tiere als das an, was sie für uns sind: "Nutztiere". Der Begriff kommt ja nicht von ungefähr

Der Begriff ist schrecklich und impliziert dass diese keine Gefühle hätten und dass es okay wäre, sie zu benutzen. Das ist es aber nicht.

und man kann darüber reden wie die Zustände in solchen Betrieben sein sollte. Wenn man das wollte, dann würde man sich an einer konstruktiven Diskussion beteiligen und nicht den Verzer von Fleisch einstellen und sich außen hinstellen und den moralischen Zeigefinger heben und gleich in Ohnmacht fallen wenn ein Schwein geschlachtet wird.

Keine Ahnung über wen Du redest, mich kannst Du nicht meinen.

Für mich sind Veganer keine besseren Menschen als alle anderen auch, denn indem man zu sieht und jammert macht man sich moralisch erstmal kein Stück besser... Dann müsstest du doch mit deiner Kaufkraf die Betriebe stärken, die deinen Ansprüchen genügen um zu signalisieren, dass das was sie machen richtig und gut ist. Bewegen kann man solche Industrienen nur mit "Käufern" nicht mit Moralaposteln...
Das tue ich, indem ich vegane Produkte kaufe, die meinen Ansprüchen genügen.

Fleischesser tun immer so als ginge es Veganern darum, der bessere Mensch zu sein.
Fuck, ich habe allein in meinem 18. Lebensjahr mehr aufregende, "ungute" Dinge getan als Du in Deinen 40 Jahren. Darum geht es hier null. Es geht einzig und allein darum, dass Tiere bestialisch gequält werden, weil Leute sie konsumieren.

BtW Reaktionen auf Veganer:
Da gibt es sehr interessante Studien drüber. Solche Reaktionen wie die von Mathilda beispielsweise erfordern nun wirklich kein Psychologiestudium um eingeordnet zu werden.
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Re: Veganes Sendungsbewusstsein

Beitragvon Sophie_die_Henkersmaid » Donnerstag, 29. Januar 2015, 17.07

Wenn man von etwas begeistert ist oder überzeugt, finde ich es normal, dass man darüber verstärkt spricht oder es anderen nahebringen möchte, doch die Methode entscheidet über den Erfolg. Wenn man als erstes an den Kopf geworfen bekommt, dass man ein verantwortungsloses Ar***loch ist, wird man sich kaum für einen gemeinsamen Kochabend erwärmen können, um sich für vegetarische Rezepte zu begeistern, und auch keine gemeinsame Basis für einen Protestmarsch sehen.

Ich finde es immer wieder schade, wenn bei diesem Thema kleine Schritte belächelt werden - frei nach dem Motto: ganz oder gar nicht. Ja, ich esse Fleisch. Ich habe aber für mich gelernt es als kostbares Gut zu nutzen. Aus zwei Hähnchenschenkeln wird bei mir 1x Geflügelsalat, 1x Hühnerfrikasse und 1x Hühnersuppe. Davon wird insgesamt ca. 5 Tage lang gegessen. Ich bin mit Knorrfix aufgewachsen. Es war für mich bereits ein bewusster Schritt zusätzlich immer eine Hühnerbrühe aus dem Fleisch und den Knochen zu ziehen. Zukünftig will ich auch die Haut noch nutzen, so dass wirklich nur die ausgekochten Knochen zurückbleiben. Es gibt ja nicht nur klare Brühe und an eine indische Hühnersuppe muss ja nicht viel Huhn, nur der Geschmack. Ich kann mir vorstellen die pürierte Haut für diesen Zweck als Brühwürfel einzufrieren.

Ich bin mir sicher, dass derlei durchaus für so manchen Fleischesser ekelig klingt. Wir werfen so vieles weg, womit man ohne Probleme kochen kann: die Blätter und den Strunk vom Brokkoli, Spargelschalen, Petersilienstiele usw.

Gleichzeitig habe ich gelegentlich das Gefühl, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich kann z.B. nicht verstehen, wie ein Vegetarier, der Menschen, die Fleisch essen, für gewissenlose Schänder hält, gleichzeitig Tiere (als Weggefährten, nicht als Nutztiere) halten und vielleicht sogar vermehren kann, die Fleisch essen. Warum man Tiere prinzipiell hält, ist mir schon klar. Es sind wunderbare Wegbegleiter :) Aber die eigene Inkonsequenz muss einem doch klar machen, dass ein 100%iger Schnitt eben nicht immer das (unmittelbar) erreichbare Ziel sein kann.

Ich fände es klasse, wenn die Peta einen Kochbus für vegetarische Küche betreiben und damit rumfahren würde, um vegetarische Gerichte schmackhaft zu machen, oder eine Show-Küche. Beim Essen kommt man auch automatisch ins Gespräch. Ich glaube nicht, dass sie mit ihrer Schock-Strategie alle erreichen, die sie erreichen könnten, aber sie haben ja schon angefangen, sich breiter aufzustellen.
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