Umgang mit Geld

Umgang mit Geld

Beitragvon Madam Rosmerta » Montag, 16. September 2013, 11.35

Ich setz das jetzt einfach mal hier ein, Geld ist ja quasi Haushalt ;)

Ich bin so schlecht im Umgangmit Geld ey - das ist unfassbar.
Hier gehen Summen aus dem Haus, die wirklich nicht mehr feierlich sind, wir hausen echt weit über unsere Verhältnisse. Gerade bin ich dabei zu sehen, woran ich sparen kann.

Das Einzige ist: unsere Haushaltshilfe, die 200€ im Monat kostet und mein Gitarrenlehrer, der 115€ wert ist. Auf beides würde ich natürlich nur ungern verzichten.

Wir haben so superviele Fixkosten, Versicherungen, Haus, was weiß ich.
Von einer echt ansehnlichen Menge Geld, die uns monatlich in die Bude flattert, bleibt einfach mal nüschte über. Im Gegenteil.

Wie schafft Ihr den Umgang mit Geld und wo spart Ihr?

Vielleicht kann ich von Euch lernen :D
Viele liebe Grüße von Madam Rosmerta :)
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Flo » Montag, 16. September 2013, 12.12

Also, wenn Ihr das nicht eh schon macht, dann würde ich empfehlen, schleunigst eine Art Haushaltsbuch anzulegen, denn Bewußtwerdung ist der erste Schritt zur Verbesserung. ;)
Da seht Ihr dann ganz genau, was an flexiblen Kosten zuviel ist, was an fixen optimiert gehört und überhaupt optimierbar ist.

Dann würde ich bei den Sachen, wo Ihr über die Stränge schlagt, über eine Budgetierung nachdenken: für das und das darf nur so und so viel darf ausgegeben werden pro Monat.
Innerhalb dessen dann die Überlegung, wie man dann aus diesem Budget das Meiste rausholt.
Also "generischer" kaufen, was z.B. Lebensmittel anbelangt, nicht auf Marken abfahren etc.
(Obwohl ich nicht so recht glaube, dass das Euer Problem ist ;))
Dann natürlich über "Gegenfinanzierungen" nachdenken, darüber Dinge eher zu leihen, zu tauschen als zu "kaufen". Man muss halt wissen, was einem die zugeschnürte Kehle am Ende des Monats wert ist. Meine Plan-Patenschafts-Ausgabe von 25 Euro im Monat werde ich zum Beispiel nicht streichen bis das unterstützte Mädel aus Togo 18 ist, das ist eine persönliche Grenze.

Aber letztlich ist das im Leben so eine Sache, ich habe immer das Gefühl, man bekommt wieder, was man gibt und das gilt auch für Geld. Wenn man nur noch knappst und knausert, dann verringern sich die Gelegenheiten, bei denen man "beschenkt" wird. Wenn man großzügig ist, dann kommt auch was zurück.

Ja, nur mal so hingeworfen. Vielleicht ist es schon mal ein Anhaltspunkt. :)
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Mathilda » Montag, 16. September 2013, 12.26

Ich bin voll unclever und auch leider nicht sonderlich geschäftstüchtig. Was ich immer so von anderen höre, irgendwas für Summe X gekauft, jahrelang benutzt und dann für Summe x plus Extra wieder abgestoßen, also, neee leider nicht bei mir.

Ich mache mehr sowas wie:

Vieles gebraucht kaufen, zB Kleidung (machst Du ja auch schon wenn sichs anbietet). Nicht nur um zu sparen, auch weils viel coolere Teile und individuellere Looks gibt, und natürlich auch weil ich mir sonst nicht diese ausgefallenen Sachen leisten könnte. Habe neulich noch einen Couture-Mantel geschossen für 170, der im Laden mal eben 5.000 kostete.

Beim Telefonieren konsequent darauf achten, die billigste Möglichkeit zu wählen. Wenn ich Person X auf zwei verschiedenen Nummern anrufen kann, die eine für mich wegen Flatrate umme ist, die andere aber 40 Cent die Minute kosten würde, nehm ich die umme-Nummer.

Stullen mitnehmen. Auf Ausflüge, Reisen und ins Büro nehme ich so oft es geht Selbstgemachtes von zu Hause mit. Lieber ne Stulle und die Pulle Wasser von daheim, als unterwegs für ekliges unleckeres Zeug aus ranzigem Öl und ne Coke 10 Euro rausschmeißen.

Flicken, Stopfen, Reparieren wo es geht. Auch mal auf youtube nach Anleitungsvideos fahnden. Wenn der ipod-Akku den Geist aufgegeben hat, kann man ihn für 160 einschicken bei Apple (und damit de facto neu kaufen). Oder man kauft für 5 Euro nen Akku und lötet drei Kabel. Bzw. findet einen lieben Menschen, der das macht und dem man dann lieber ein Essen zukommen lässt oder ne Kiste Bier.

Öfter mal auf dem Flohmarkt oder bei Ebay Sachen verkaufen. Sich auch vorher schlau machen, wo man die besseren Preise erzielt. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Geduld. Wenn ichs schaffe, zu warten bis etwas mal günstig zu haben ist, hab ich auch schon viel gespart. Outlet und Sale-Shopping zB. Der Zeitpunkt entscheidet. Nach Weihnachten gibts auf Ebay viel gute Sachen, wenn sie alle zu Weihnachten was Neues bekommen haben und ihre "alten" Sachen verticken. Wenn die Saison vorbei ist oder auf ner Messe Neuheiten rauskommen, gibts woanders das Gewünschte viel bezahlbarer.

Tauchbörsen und Hilfsdienste. Die hilfst-du-mir-helf-ich-dir Angebote zB.

Nie Abos abschließen und kein Ratenkauf. Ich bin total zurückhaltend mit Abos, ich hab keinerlei Bezahlfernsehen, kein Kabelfernsehen, kein ISDN, keine vertraglichen Verpflichtungen. Mein prepaid- und mein Vertragshandy kosten mich nur was, wenn ichs benutze. Ich kaufe nichts auf Raten. Entweder ich hab jetzt Geld dafür, oder ich lass es sein.

Sehr sorgfältig mit Sachen umgehen. Ich bin echt das Fräuein Rottenmaier im Umgang mit Eigentum (meinem und dem anderer Menschen). Ich schmeiß nix rum, ich lass nichts doof liegen, ich passe total auf alles auf, damit nichts kaputt geht.

Saisonal wirtschaften. Lebensmittel dann kaufen, wenn sie hier gerade total billig sind und dann auch in größerer Menge, einkochen, einfrieren, trocknen, vorkochen und portionsweise einfrieren. Klug kochen so dass man Reste am kommenden Tag mitverwerten kann und lieber zweimal hintereinander das Gleiche essen, als nur für "kleinere Portionen" bzw. Abwechslung gleich mehr Geld ausgeben zu müssen.

Ansonsten hab ich keine teuren Hobbies. Gehe kaum aus, mache keinen Urlaub, rauche nicht, trinke nicht, mein Kater kostet auch nicht die Welt.
Wenn der letzte Kronleuchter verschandelt, die letzte Lavalampe erstarrt ist, werdet Ihr feststellen, dass man mit Energiesparfunzeln nicht anständig Licht machen kann.
Für mich bitte keine lebenden Körper im Essen.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Prontopronto » Montag, 16. September 2013, 12.30

Flo hat geschrieben:Also, wenn Ihr das nicht eh schon macht, dann würde ich empfehlen, schleunigst eine Art Haushaltsbuch anzulegen, denn Bewußtwerdung ist der erste Schritt zur Verbesserung. ;)
Da seht Ihr dann ganz genau, was an flexiblen Kosten zuviel ist, was an fixen optimiert gehört und überhaupt optimierbar ist.


Ja, Haushaltsbuch ist eine tolle Sache! Als Student in der WG kam ich immer prima klar, indem ich einfach immer nur das kaufte, was ich brauchte, und mir ab und zu mal was gönnte; wundersamerweise reichte das immer. Jetzt mit eigener Wohnung, Steuern, Versicherungen, Untermieter, Darlehnsrückzahlung, Monatskarte, mit Verbindlichkeiten am Ersten, aber Gehalt am Funfzehnten würde ich ohne Haushaltsbuch den Überblick verlieren. So merke ich aber schnell, wenn ich mal wieder zu viele (teure) Süßigkeiten gekauft habe oder wenn der Kaffee schneller alle wird als sonst (Mitbewohner bedient sich); da komme ich dann mit meinem Tausender im Monat so gut hin, daß ich mir bequem mal was Schönes kaufen und sogar noch was zurücklegen kann. Und ich kann mir meine kleine Real-Life-Trollerei leisten: ich lasse jeden Monat in Afrika zwei Seelenmessen für Christopher Hitchens lesen; von den Stolgebühren kann ein Priester einen Monat leben. 8-)

Solche Haushaltsbücher gibt es auch fertig zu kaufen; ich kann für den Einstieg das von Brunnen sehr empfehlen. Nach dem ersten Jahr kennt man dann die Besonderheiten des eigenen Haushaltes und kann sich sein Haushaltsbuch nach eigenen Bedürfnissen selbst zusammenstellen.

Tante Edith schließt sich noch in allem Mathilda an und fügt hinzu, daß der Verzicht auf ein Handy nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel schont.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Dani » Montag, 16. September 2013, 12.35

Vergleicht die strompreise. anbieter wechseln lohnt sich
eigenes haus? investiert in dämmung. wenn keine hitze ausdringt spart das im winter.
Werdet euch bewusst was ihr braucht und was luxus ist. fertigt am besten ne liste an.
dann fragt euch "brauch ich das?" Haushaltshilfe, privatlehrer? grht das auch billiger? viele jugendliche suchen einen nebenjob als haushaltshilfe wäre das vieleicht eine alternative. gitarrenlehrer gibd vieleicht auf billigere an ner musikhochschule oder schai bei ebay kleinanzeigen da gibs sowas auch...
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Prontopronto » Montag, 16. September 2013, 12.40

Was ich noch ganz wichtig finde: Meine Mutter war auf der Hauswirtschaftsschule. Jch bin ja so ein kleiner Haushaltsfuchs und finde Hauswirtschaft toll; wenn ich eine Frau wäre, wäre ich am liebsten Hausfrau geworden: ich habe mir also schon früher gern die Haushaltslehrbücher meiner Frau Mama angesehen und dann bei jedem Umzug und jeder Einrichtungsveränderung wieder vorgenommen. Bücher über Vorratshaltung und Kücheneinrichtung haben das mit der Zeit noch ergänzt. Man lernt daraus extrem viel und kann sich das ganze Leben leichter und billiger machen, wenn man seinen Haushalt mit wenig Aufwand rationeller gestaltet. Jnzwischen gibt's natürlich auch allerhand Tips und Tricks auf Youtube oder auf fragmutti.de.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Allerleirauh » Montag, 16. September 2013, 13.26

Wir leben in einer Gegend mit sehr hohem durchschnittlichen Lebensstandart und haben, anders als unser Umfeld, mit wirklich Nichts als einem durschnittlich und einem leicht besseren Einkommen unsere Existenz aufgebaut.
Ohne auf die näheren Umstände eingehen zu wollen: unsere Ökonomie ist stramm, obwohl am Monatsanfang beeindruckend viel Geld auf dem Konto verbucht ist.
Von Anfang an teilen wir alle Kosten, wer kann, gibt. Und dennoch tat es manchmal weh.

Unsere Lösung ist ein gemeinsames Budgetkonto, auf das monatlich ein fixer Betrag kommt, gleich am Monatsanfang. Das, was ab dem 5. auf unseren Konti steht, ist das kleine private Plus - manchmal doch ernüchternd wenig. Aber sparen kann ich ganz gut und bleibe auf diese Weise ewiger Student.

Kopf hoch.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Madam Rosmerta » Montag, 16. September 2013, 15.04

Erstmal danke für Eure jetzt schon bereichernden Beiträge!

Das hier versteh ich nicht ganz:
wenn ich eine Frau wäre, wäre ich am liebsten Hausfrau geworden

warum wirst Du kein Hausmann, wenn Dich das so anmacht?



Ich habe mir jetzt mal unser Hauptkonto, auf das das Gehalt meines werten Ehegatten geht, angesehen und geschaut, was da monatlich an Fixkosten von abgeht.
Das sind etwa drei Viertel unseres Geldes.

Ich werde mal einen Termin mit unserem Finanzberater machen, damit wir das erstmal offiziell entwirren können.
Viele liebe Grüße von Madam Rosmerta :)
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Kurvenfan » Montag, 16. September 2013, 16.47

Madam Rosmerta hat geschrieben:Erstmal danke für Eure jetzt schon bereichernden Beiträge!

Das hier versteh ich nicht ganz:
wenn ich eine Frau wäre, wäre ich am liebsten Hausfrau geworden

warum wirst Du kein Hausmann, wenn Dich das so anmacht?



Ich habe mir jetzt mal unser Hauptkonto, auf das das Gehalt meines werten Ehegatten geht, angesehen und geschaut, was da monatlich an Fixkosten von abgeht.
Das sind etwa drei Viertel unseres Geldes.

Ich werde mal einen Termin mit unserem Finanzberater machen, damit wir das erstmal offiziell entwirren können.


Das versteh ich jetzt nicht so ganz?
Wisst ihr denn net genau was da so abgeht und welche Versicherungen und Lastschrifteinzüge ihr habt?
Ich habe mehrere Onlinebanking Programme getestet und aktuell nutz ich StarMoney (weil für umme). Da kann man Kategorien anlegen und der summiert das dann automatisch zusammen.
Also Luxusgüter wenn was bei Paypal oder Amazon gekauft wird oder die Telefonrechnung, Versicherungen etc.

Viele Menschen haben wirklich einen waren Tarifjungle. Meist sind es aber auch Dinge, die man besser hinbekommen kann durch einfaches Vergleichen. Oft ist es noch ein alter Handytarif oder auch ein alter DSL Anschluss, der kosten verursacht, obwohl es besser wäre zu wechseln.
Mein letzter Tarifwechsel bei DSL und Handy hat 15€ im Monat gebracht, bei gleichen Konditionen! Das sind immerhin auch 180€ im Jahr!

Viele unterschätzen, dass auch Kleinvieh Mist macht. Des weiteren kann man natürlich seine alltäglichen Ausgeben ein wenig einschränken. Ich persönlich lebe da sehr spartanisch, da ich auch nicht das bedürfnis verspüre mir vieles zu kaufen. Meist locken mich dann mal Angebote irgendwo es doch zu tun aber ich habe im Grunde nur die Dinge, die ich für mich wirklich brauche.

Der Stromverbrauch und die Heizkosten wie Dani schon sagte sind sicher auch ein Punkt. Klar kostet da eine Umstellung mehr Geld aber rentiert sich auch schnell wenn man mal den alten Kühlschrank entsorgt oder einen besseren Trockner oder Waschmaschine kauft. Grad diese Geräte sind große Strom und Wasserverschwender.
Der Unterschied zu einem A+++ Kühlschrank ist schon merkbar. Genauso beim TV halt. Dafür hat man halt erstmal die Anschaffungskosten. Ich weiß gar net wo das aktuell so liegt aber bei einem 2-3 Personen Haushalt geht man so von 4000-5000kWh im Jahr aus. Prüft doch mal die Stromrechnung?

Was viele auch nicht wissen oder machen ist eine STEUERERKLÄRUNG. Ich zum Beispiel durch eine Frotbildungsmaßnahme und Fahrtkosten erhalte jährlich über 1000€ vom FIskus zurück. Wäre ich ja blöd, wenn ich nicht die Kosten angeben würde, die mir wirklich entstanden sind. Da brauche ich nichtmal bescheißen. Dafür habe ich natürlich auch Steuerklasse 1 also sind meine Abgaben auch höher.

Versucht das mal mit einer Software ich find OnlineBanking gar net schlecht mal im Blick zu behalten.
Ich schau 2 mal die Woche rein ins Banking und prüfe genau was abgegangen ist. Sollte man eigentlich sowieso tun aus Sicherheitsgründen, damit keiner am Konto rumpfuscht.
Seid ich in Ungarn bin musste ich schon 3mal jemandem auf die Finger hauen sonst wäre das Geld weg gewesen. :)
Zuletzt geändert von Kurvenfan am Montag, 16. September 2013, 16.49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Jan » Montag, 16. September 2013, 16.48

- Haushaltsbuch
Auch wenns so langweilig ist. Dinge, die noch vom Konto abgehen, fix oder nicht, alles eintragen. Dann sieht man immer, was man noch "könnte" und vor allem wo die ganze Kohle hinwandert

- Sparen wo es geht und sein kann
Tarife vergleichen, ruhig auch mal wechseln. Dispo? Never! Ratenzahlungen, egal welcher Art, die die Fixkosten erhöhen? Für die wirklich wichtigen Dinge aufheben, sonst vermeiden. Und auch wenn ich dafür seit Jahren gern Lacher kassiert hab, weil ich es schon ewig so halte - Strom kostet (noch) nicht die Welt. Aber was in irgend einer Form an ist, kostet. Energiesparende Geräte allein bringens nicht. So langsam kommen mir bekannte Leute dahinter. Mal ab davon, dass Nahrung natürlich so intelligent wie möglich eingekauft wird, damit nichts ungeplant entsorgt werden muss, weil zwischenzeitlich modische Kurzhaarfrisur. Tja, und das liebe Auto. Ist einfach gesagt von mir als unverbesserlichem Bahnbenutzer... aber wer braucht wirklich ein eigenes oder gar mehrere? Die Kosten stehen in keinem Verhältnis, wenn ich zumindest die Möglichkeit habe, in annehmbarer Zeit mit der Bahn zur Arbeit zu kommen. In meinem Beispiel wären die Kosten mind. 3x... ja nee... seriously?

- Die Art mancher Verträge
Weiss nicht, wies euch geht. Aber Verträge mit langen Abrechnungszeiträumen machen die Sache nicht leichter. Beispiel: Hab mir meine Versicherungen u.a. danach ausgesucht, ob monatliche Abbuchung möglich ist.

- Nicht sparen, wo man es nicht will (Prioritäten)
Man muss ja nicht nur beim Discounter einkaufen. Aber das was geht - dann bleibt mehr übrig, für das was ich mag und mir wichtig ist. Bei Kaffee, Schokolade und Brot kenn ich keinen Spaß z.B. - und grüner Strom ist Ehrensache :mrgreen:

- Möglichkeiten nutzen
Die Möglichkeit, Milch(produkte) direkt zu beziehen, ist nicht jedem gegeben. Aber wenns geht, warum nicht. Auch Produktionsbetriebe in der Nähe ruhig mal checken. Wenn es einen Direktverkauf gibt... winwin...
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Sophie_die_Henkersmaid » Montag, 16. September 2013, 18.10

Unabhängige Versicherungsmaklerin suchen und alle Versicherungen prüfen lassen:

- Haftpflicht
- Hausrat
- KFZ
- usw.

Sich schlau machen, was man auch als private Person absetzen kann: Putzhilfe und Handwerkerdienste gehören dazu, wenn ich nicht irre.

Verträge an das tatsächliche Nutzungsverhalten anpassen, das gilt vor allem für Handy, Telefon und Internet. Hier ändern sich die Tarife mind. 1 Mal pro Jahr. Kündigungsfristen im Kalender vermerken und auf den besseren Tarif umsatteln. Strom & Co. wurde ja schon genannt.

Nutz jemand die Dusche als Sauna oder findet kein Ende? Über einen Wasser sparenden Duschkopf nachdenken.

Auch mal über automatisch regulierende Thermostate und Zeitschaltuhren nachdenken, wenn Ihr da eher mal vergesst was auszumachen oder runterzuregeln. Wenn Ihr nicht da seid, müssen nicht 20 °C in der Bude sein. Stoßlüften statt Fenster offen lassen im Winter. Eventuell auch über dickere Vorhänge für den Winter nachdenken.

Apps wie "mehr tanken" mal testen und schauen, was es Euch bringt. Viele Supermärkte bieten eine App. Rauf aufs Handy damit und nach Angebot kaufen statt immer im gleichen Supermarkt, wenn nicht alles Bio sein muss. Limo (Kombucha) und Sprossen zum Beispiel selbst machen. Wasser von Kartoffeln, Reis und Gemüse nicht wegschütten. Das ist eine super Basis für Suppe und Eintopf. Das hält sich zwei Tage im Kühlschrank.

Ich persönlich habe auch den Newsletter von Groupon und DailyDeal abonniert und lasse mir von meinem Mailprogramm die Mails markieren (hinterlegte Regel), die z.B. Kinogutscheine enthalten.
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Prontopronto » Montag, 16. September 2013, 18.19

Kurvenfan hat geschrieben:Ich weiß gar net wo das aktuell so liegt aber bei einem 2-3 Personen Haushalt geht man so von 4000-5000kWh im Jahr aus. Prüft doch mal die Stromrechnung?


:shock: Wohas?! Wir sind ein konsequent energiesparlampenverweigernder Zweipersonenhaushalt mit zwei Fernsehern und zwei Computern, wo ständig Besuch da ist, und wir haben im letzten Abrechnungsjahr gerade mal 743 kWh verbraucht!

Jch bin gerade Deinem Rat gefolgt und habe in meinen Tarifen mal ausgemistet. Die Hausrat- und Unfallversicherung wollte ich schon lange kündigen, das hab' ich jetzt gemacht; und für den jährlichen Stromanbieterwechsel wurde es auch Zeit, damit habe ich gerade noch mal 7,20 € im Monat rausgeholt. :-)
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Kurvenfan » Montag, 16. September 2013, 18.28

Prontopronto hat geschrieben:
Kurvenfan hat geschrieben:Ich weiß gar net wo das aktuell so liegt aber bei einem 2-3 Personen Haushalt geht man so von 4000-5000kWh im Jahr aus. Prüft doch mal die Stromrechnung?


:shock: Wohas?! Wir sind ein konsequent energiesparlampenverweigernder Zweipersonenhaushalt mit zwei Fernsehern und zwei Computern, wo ständig Besuch da ist, und wir haben im letzten Abrechnungsjahr gerade mal 743 kWh verbraucht!

Jch bin gerade Deinem Rat gefolgt und habe in meinen Tarifen mal ausgemistet. Die Hausrat- und Unfallversicherung wollte ich schon lange kündigen, das hab' ich jetzt gemacht; und für den jährlichen Stromanbieterwechsel wurde es auch Zeit, damit habe ich gerade noch mal 7,20 € im Monat rausgeholt. :-)


Ok Pronto ich habe vielleicht vergessen zu sagen, dass es für einen Haushalt gilt, der Warmwasser über Strom macht und nicht z.B. über eine Gas-Therme.
Hier in Ungarn hab ich Gas und merke auch, das da kein 18kW Durchlauferhitzer läuft.
Trotzdem halte ich 743kWh im Jahr aber für sehr sehr sparsam. Hast du einen Trockner?
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Prontopronto » Montag, 16. September 2013, 18.38

Jch habe einen Balkon! *g* Heizung und Warmwasser laufen in unserem Haus zentral, aber auch da haben wir bei der letzten Abrechnung fast 400 € wiederbekommen. Wahrscheinlich haben meine Vormieter dreimal am Tag gebadet, anders kann ich mir das nicht erklären.

Steuererklärung ist auch ein guter Tip: Jn meinem Beruf kann ich beinahe jedes Buch und jede DVD, die ich anschaffe, absetzen. Das läppert sich aufs Jahr gewaltig! ;-)

Mein Strom ist bisher immer blau (Wasserkraft aus den Alpen); der ist am billigsten, am kraftvollsten und stinkt nicht so wie der aus Biomasse. :mrgreen:
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Re: Umgang mit Geld

Beitragvon Jan » Montag, 16. September 2013, 19.11

Prontopronto hat geschrieben:...und wir haben im letzten Abrechnungsjahr gerade mal 743 kWh verbraucht


what da fu... sitzt ihr im Dunklen? Oder bin ich doch ein Verschwender und was sind dann andere mit typischem Verbrauch oder gar mehr? Komme allein aus mit etwa ~950 KWh, Regelverbrauch für einen Ein-Mann-Haushalt je nach dem wen du fragst 1300-1600... hm... :?
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